Unsere Lesetipps

 

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Christa Winter - Mitarbeiterin der Buchhandlung Markus Idstein - empfiehlt ihre Lieblingsbücher

 

Christa Winter empfiehlt:

 

'Wiedersehen in Paris' von Albena Dimitrova

Das Buch ist ein Stück Zeitgeschichte aus Mittel-Ost-Europa, von Glasnost und Perestroika.
Die Autorin schildert ihre Lebens- und Liebesgeschichte mit einem hochdekorierten Politbüro-Mitglied und lässt den Leser Einblicke nehmen in eine kommunistische Gesellschaft im Umbruch. Der Erzählstil mutet tagebuchartig an und fordert eine hohe Aufmerksamkeit des Lesers ein. Oder lässt er gesellschaftsbedingt den Leser immer wieder im Vagen, Dunkeln, Geheimnisumwobenen zurück? Oder ist er einfach der anfänglichen Unerfahrenheit der sehr jungen Frau, die in diese Polit-Kreise gerät, geschuldet? Man weiss es nicht, oder vielmehr mag es von allem ein wenig sein?
Es wird einmal mehr deutlich, was Liebe und Leidenschaft in Zeiten der Gefahr und Entbehrung bedeuten.
Ein Politkrimi mit autobiographischem Hintergrund.
Das Gutachten am Schluss des Romans zur Rettung des alten Kommunismus nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs spricht für sich, unbedingt lesen.

 

 

Auch als E-Book erhältlich:

  • Wiedersehen in Paris

    Dimitrova, Albena

    Alba ist viel zu jung für Guéo, der außerdem verheiratet ist und für die Regierung arbeit... mehr

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Aaron Idstein empfiehlt:

'Der Marsianer' von Andy Weir

Der Marsianer ist im klassischen Sinne keine reine Science-Fiction-Geschichte. Viel mehr handelt es sich um den Kampf des Menschen gegen die Naturgewalten - der rote Planet bildet lediglich den Hintergrund für eine Überlebensgeschichte, welche gar nicht so weit hergeholt ist, wie die Prämisse es vielleicht vermuten lässt.
In der nahen Zukunft wird der Botaniker und Mechaniker Mark Watney, ein Mitglied des Ares-3-Flugs zum Mars, nach einem vorzeitigen Abbrechen der Mission verletzt zurückgelassen. Allein, ohne Möglichkeit, mit der Erde Kontakt aufzunehmen und mit einem begrenzten Vorrat an Nahrung, Sauerstoff und Wasser, muss er von nun an den harschen Elementen unseres Nachbarplaneten trotzen. Schnell kommt er zum Schluss: 'Ich werde nicht auf dem Mars sterben.'
Was als eine Art Weltraum-Robinson-Crusoe beginnt, wird zum packenden Abenteuerroman, welcher den Leser bis zur letzten Seite auf Trab hält und niemals in wahrer Sicherheit wiegt. Für jeden Erfolg des erfindungsreichen Mark Watneys wartet der nächste Schlag unter die Gürtellinie auf ihn.

Der Autor und Marsfanatiker Andy Weir findet mit der einfachen und zugleich lebensecht wirkenden Sprache eines Mechanikers einen Weg, selbst die langweiligste Chemie-Nachhilfestunde zum spannenden Höhepunkt seines Debütromans zu machen. Nicht nur lässt er sein reichhaltiges Wissen über den roten Planeten einfließen - schließlich ist er hauptberuflich Programmierer und hat das Programm geschrieben, mit dem die echte Marsmission der NASA geplant werden soll -, sondern er zeichnet auch ein wunderbares Portrait einer Organisation und ihrer Mitglieder, welche seit jeher in Büchern und Filmen nicht so gut davonkommen, wie sie sollten.
In Andy Weirs 'Marsianer' arbeiten nicht nur brillentragende Streber daran, den Hauptcharakter lebend nach Hause zu bringen. Stattdessen scheint ein jeder Charakter so lebensecht, als könnte er jeden Moment aus den Seiten herausspringen und sich auf den Weg zum Jefferson Space Center machen. Gerade darin liegt die Raffinesse des Buchs - wir haben es hier nicht mit gesichtslosen Astronauten zu tun, wie man sie aus Katastrophenfilmen und actiongeladenen Science-Fiction-Romanen kennt, sondern mit Menschen wie Ihnen und mir. Umso mehr fiebern wir mit Watney mit, welcher genauso gut ein jeder von uns sein könnte. Schließlich, so finden auch Astronauten, ist das Buch geradezu erschreckend realistisch.

Beim Marsianer handelt es sich um einen Liebesbrief an die Raumfahrt, die NASA und den roten Planeten, der sowohl ein Freund als auch Feind sein kann. Und doch ist er so geschrieben, dass er nicht nur für Science-Fiction-Fans ein Muss ist. Es ist ein ganz klarer Pageturner, spannend, aber auch vom ersten Satz an mit einem trockenen Humor versehen, welcher über manche Längen im zweiten Akt hinwegtäuscht. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und hoffen, dass eine wirkliche Marsmission erfolgreicher verlaufen würde.

Auch empfehlenswert ist die Verfilmung, sobald diese fürs Heimkino erhältlich ist. Sie weicht in einigen Teilen von der Vorlage ab, erhält aber den Geist, Witz und die Intelligenz des Romans. Zudem ist die Besetzung perfekt gewählt.

  • Der Marsianer

    Weir, Andy

    Gestrandet auf dem MarsBei einer Expedition auf dem Mars gerät der Astronaut Mark Watne... mehr

    Buch

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Auch als E-Book erhältlich:

 

  • Der Marsianer

    Weir, Andy

    Gestrandet auf dem Mars
    Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine leben... mehr

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Christa Winter empfiehlt:

 

Worte in meiner Hand von Guinevere Glasfurd

 

Dieses Buch hat mir sehr gefallen.Gerade bei meiner Vorliebe für Romane, die auf dem Hintergrund von biographischen Tatsachenrecherchen bassieren, finde ich diese Geschichte sehr gelungen. Man beginnt zu lesen, ist völlig gefesselt von der Handlung, so dass man sich wundert, alsbald schon am Ende zu sein. Damit will ich sagen, dass dieses schwierige, aber auch außergewöhnliche Frauenschicksal im Schatten eines namhaften Wissenschaftlers in der ausklingenden Renaissance-Epoche so sensibel dargestellt wird,dass man nicht aufhören kann zu lesen. Dieses Buch berührt!

 

  • Worte in meiner Hand

    Glasfurd, Guinevere

    René Descartes und Helena Jans van der Strom - eine wahre Geschichte Helena Jans van der ... mehr

    Buch

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  • Worte in meiner Hand

    Glasfurd, Guinevere

    René Descartes und Helena Jans van der Strom – eine wahre Geschichte Helena Jans van der ... mehr

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Christa Winter empfiehlt:

 

'Fieber am Morgen' von Péter Gárdos

Eine kuriose Idee führt zu einer großen Liebesgeschichte, die es in dieser Intenstät nur in Zeiten von großen Entbehrungen geben mag. Der Erzähler transportiert gekonnt, obwohl nur dezent und andeutungssweise, was seine Eltern und viele andere Menschen dieser Zeit vor, im und nach dem zweiten Weltkrieg Schweres erlebt haben. Sie suchen Trost und Sicherheit in der Gemeinsamkeit, ohne aber ihre Geschichte aufarbeiten zu können oder zu wollen.

Außerdem zeigt diese wahre Liebesgeschichte, dass positive Gefühle, Liebe und der eigene Wille Berge versetzen und auch schwere Krankheiten bezwingen können.

Ein lesenswertes Buch.

 

  • Fieber am Morgen

    Gárdos, Péter

    "Wie viele haben geantwortet?" "Beinah zwanzig." "Willst du jeder von ihnen zurückschreib... mehr

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    Gárdos, Péter

    'Wie viele haben geantwortet?' 'Beinah zwanzig.' 'Willst du jeder von ihnen zurückschreib... mehr

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Conny Prinz empfiehlt:

 

Ich habe das Buch 'Baba Dunjas letzte Liebe' heute zu Ende gelesen. Ich möchte Ihnen es wärmstens ans Herz legen.

Baba Dunja ist in ihr Heimatdorf Tschernowo, welches in der Nähe von Tschernobyl gelegen ist, heimgekehrt. Sie lebt dort mit einer kleinen Anzahl von Menschen zusammen. Sie können dort ein selbstbestimmtes Leben führen, weil niemand freiwillig zu ihnen kommt und versucht Ihnen Vorschriften zu machen. Besuch erhalten sie selten und wenn ja, meistens dann zu Forschungszwecken. Wähend diese in Schutzanzügen dort auftauchen aus Angst vor der Verstrahlung, lebt die Gemeinschaft von dem, was sie an Nahrungsmittel so rund um Tschernowo finden. Baba Dunja hat keine Angst mehr vor der Verstrahlung, sie hat ein langes Leben hinter sich, so wie die anderen auch. Sie sind glücklich in ihrer Gemeinschaft bis eines Tages ein Fremder mit seinem gesunden Kind auftaucht. Und danach wird die Gemeinschaft auf eine harte Probe gestellt.

Für mich ein kleines Meisterwerk des diesjährigen Bücherangebotes. Ich habe mich in Baba und ihre Weggefährten verliebt. Ich möchte hier auch gar nicht allzu viel verraten, weil mir diese Geschichte wirklich sehr ans Herz gegangen ist. Ich habe mich zurückversetzt gefühlt in die Zeit, wo auch ich Angst hier vor der Verstrahlung hatte. Eine Zeit, wo ich meinem damaligen Ausbilder mit einem Regenschirm hinterhergerannt bin, weil er sich nicht vor dem Regen fürchtete, weil er zu mir meinte: 'Liebe Frau Prinz, ich bin doch alt, wenn ich jetzt ein bißchen verstrahlt werde, ist doch nicht schlimm. Ich habe doch mein Leben schon weitestgehend hinter mir. Machen Sie mal, dass Sie wieder rein ins Büro kommen'. Ja und genau daran erinnert mitch diees Buch. An die Art von Freiheit, die man besitzt, wenn man schon älter ist und sich nicht mehr so ums Ende des Lebens 'scherren' muss, weil es halt mal immer näher kommt. Dieser Roman lebt von seinen Figuren, von seiner Atmosphäre, die trotz der bedrückenden Umgebung, nie bedrückend wirkt.